Der Odenwald

Geographie

Der sagenumwobene Odenwald liegt im Dreiländereck Hessen/Baden-Württemberg/Bayern. Er wird im Westen begrenzt durch die Rheinebene, mit der Bergstrasse. Im Osten durch das Bauland, im Süden durch den Kraichgau und im Norden durch die Rhein-Mainebene bei Darmstadt. Durchflossen wird der südliche Teil des Odenwaldes durch den Fluss „Neckar“ in einem herrlichen schleifenreichen Durchbruchstal, eingerahmt durch dicht bewaldete Berge und gesäumt durch eine Anzahl interessanter Schloss- und Burganlagen. Den südlich des Neckars gelegenen kleinen Teil des Odenwaldes nennt man den „Kleinen Odenwald“. Höchste Erhebung des Odenwaldes ist mit 626 Meter der „Katzenbuckel“. Der vor über 60 Millionen Jahren entstandene und längst erloschene Vulkan  liegt wenige Kilometer vom Neckar entfernt bei Eberbach. Durchzogen wird der Odenwald durch den römischen Grenzwall „Limes“, mit dem man das römische Herrschaftsgebiet abgrenzte. Vielerorts findet man noch Reste dieser Anlage. Der Limes wurde um das Jahr 100 unter Kaiser Trajan errichtet. Er verlief in der ersten Ausbaustufe vom Kastell Wörth am Main über die Kastelle Seckmauern, Lützelbach, Hainhausen, Eulbach, Hesselbach, Schlossau, Neckarburken bis zum Kastell Wimpfen. Er erfüllte ca. 150 Jahre lang seine Funktion. Danach drangen Alemannen und Franken in das Odenwaldgebiet ein.

Die Menschen

Der Odenwald war schon immer  dünn besiedelt, da der wenig fruchtbare Buntsandsteinboden kaum eine Existenzgrundlage bot. Infolge der wiederholten Pestepedemien  und des dreißigjährigen Krieges (1618-1648)  war der Odenwald sogar nahezu entvölkert. Manche Ortschaften wurden aufgegeben. Schon seit 1546 kamen Zuwanderer aus der Schweiz in den Odenwald. Nach der Entvölkerung warben die Landesherrschaften verstärkt protestantische  Glaubensflüchtlinge, vornehmlich aus der Schweiz, Frankreich und Wallonien als Siedler an.  Daher stammt ein großer Teil der heutigen, eingesessenen  Odenwälder Bewohner von Emigranten ab, was auch in vielen  Familiennamen calvistischen und hugenottischen Ursprungs noch seinen Ausdruck findet. Es entstanden in dieser Einwanderungszeit sogar völlig neue Siedlungen von Waldensern und Hugenotten und Wallonen im Odenwald. Zweihundert Jahre später, Mitte des 19. Jahrhunderts setzte eine große Auswandererwelle ein. Diese war Folge der wirtschaftlichen Not, die verstärkt wurde durch die Agrarkrise von 1845. Hauptziel der Auswanderer war Amerika. Gefördert und subventioniert wurde die Auswanderung durch die Obrigkeit, die sich hierdurch sozialer Probleme entledigen konnte. In Baden wurden komplette Gemeinden aufgelöst und die Bewohner auf Staatskosten nach Amerika verfrachtet. Dies traf beispielsweise für die Einwohnerschaft des nahe Eberbachs gelegenen Ortes „Ferdinandsdorf“ zu und auf die nicht besonders gesetzestreuen Bewohner des bei Mosbach gelegenen Dorfes „Rineck“.

Der Odenwald heute

Auch heute ist der Odenwald noch relativ dünn besiedelt, so wohnen im gesamten zentral gelegenen Odenwaldkreis nur ca. 98.000 Menschen. Hiervon sind ca. 10% Ausländer. Diese relativ geringe Siedlungsdichte verdeutlicht sich an der Flächennutzung des Odenwaldkreises. Bei einer Gesamtfläche von 62.000 ha. liegt der Waldanteil bei 57% und die landwirtschaftlich genutzte Fläche bei 33%  Es ist also kein Wunder, dass man auf den Bergen, Tälern und Hochflächen des Odenwaldes noch Erholung und Entspannung finden kann. Der Odenwald ist nicht „überlaufen". Man findet herrliche Wanderwege, Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, die ODENWALD-AKTIV nachfolgend vorstellt und beschreibt. Nutzen Sie den sagenreichen Odenwald,  Jagdgebiet der Nibelungen und Heimat des Räubers Hölzerlips, als ihre preisgünstige Freizeitregion nach dem Motto: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah.

  

 

 

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